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Der später mit einem Oscar® ausgezeichnete britische Produzent Graham King war gerade intensiv mit dem Mafia-Thriller DEPARTED: UNTER FEINDEN beschäftigt, als ihm die Idee zu YOUNG VICTORIA präsentiert wurde.
"Ein gemeinsamer Freund arrangierte ein Treffen mit Sarah Ferguson und sie schlug mir verschiedene Projekte vor. Sie hatte viele Ideen und in einer davon ging es um Queen Victoria. Sie erzählte mir, dass es schon immer ihr Traum gewesen sei, die Königin in einem anderen Licht zu zeigen und nicht als ewig trauernde Witwe. Ich fand den Ansatz gut, sprach mit Marty (Scorsese) darüber und er betonte, dass die Geschichte noch nie zuvor auf diese Weise erzählt wurde. Seit knapp 15 Jahren hatte ich versucht, einen Film in Großbritannien zu realisieren, allerdings nie das passende Skript oder Material dafür gefunden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten mir immer die Emotion oder die Leidenschaft gefehlt. Doch dieses Mal fühlte es sich richtig an."
Autor und Oscar®-Gewinner Julian Fellowes hörte von dem Projekt und fragte bei King an, ob nicht er das Drehbuch übernehmen könne. Da er sich schon immer für das Leben von Königin Victoria interessiert hatte, handelte es sich für ihn um eine echte Herzensangelegenheit. "Ich wollte unbedingt dabei sein. Es ist immer von großem Vorteil, wenn man sich mit einem Thema befassen kann, das einen schon vorher persönlich betroffen oder sehr berührt hat."
Zu Fellowes großem Glück waren King und Scorsese so begeistert von seinen Visionen, dass sie ihm auf der Stelle den Auftrag gaben, das Skript zu schreiben. Als es schließlich sechs Monate später fertig war, zeigte sich King äußerst beeindruckt. "Nachdem ich seinen ersten Entwurf gelesen hatte, wusste ich sofort: Wir haben den Film."
Fellowes war vor allem von den frühen Jahren der jungen Königin fasziniert. "Neunzig Prozent der Leute wissen nichts über diesen Abschnitt ihres Lebens und sie werden überrascht sein. Fast jeder kennt Queen Victoria als ältere Witwe von Windsor mit einem Tuch auf dem Kopf – eine eher kräftige, ganz in schwarz gekleidete Frau mit depressiver Miene. Nur wenige wissen von ihrer anderen Seite, von ihrer Jugend: dass sie den Tanz und die Musik liebte und dass sie sehr romantisch war." Dieser Aspekt war es auch, der King am meisten gereizt hat. "Für mich geht es vor allem um die wahre Liebe. Die Geschichte ist sehr menschlich, so dass sich die Zuschauer persönlich mit ihr identifizieren können. Ich wollte keinen typischen Historienfilm machen, sondern etwas Neues, Mutigeres."
Nachdem das Drehbuch mehr oder weniger stand, stellte sich für die Produzenten die Frage, wer die Regie übernehmen solle. Eher durch Zufall stieß King schließlich auf den Kanadier Jean-Marc Vallée. "Sein Film C.R.A.Z.Y. landete auf meinem Schreibtisch und ich nahm ihn mit nach Hause, um ihn mir abends anzuschauen. Ich war so begeistert, dass ich sofort Marty anrief." King traf sich mit Vallée und es stellte sich schnell heraus, dass sie die gleiche Herangehensweise an die Thematik hatten.
Auch Co-Produzent Denis O'Sullivan war von der Wahl des Regisseurs auf Anhieb überzeugt. "Unser Ziel war es, dass das Publikum spätestens nach den ersten 15 Minuten vergessen haben sollte, dass es sich einen Kostümfilm ansieht." Um das zu erreichen, brauchte es starke und komplexe Charaktere. Bei Vallée war es vor allem die junge Frau im Mittelpunkt der Geschichte, die ihn interessierte und gleichermaßen inspirierte. "Oft ist es schwer, ein gutes Skript zu finden und dieses liebte ich einfach von Anfang an. Es konzentriert sich ganz auf seine Figuren – ein wunderschön beobachtetes Stück über familiäre und menschliche Beziehungen. Victoria fand in Albert ihren Seelenverwandten und obwohl ihre Ehe arrangiert war, verliebten sich die beiden. Außerdem war sie eine Rebellin, die sich als zierliche Frau in einer echten Männerwelt bahaupten konnte."
Für den Part der jungen Königin konnte man sich schnell auf Emily Blunt einigen. "Sie kam vorbei und machte deutlich, dass sie alles dafür geben würde, um diese Rolle spielen zu können", so King. "Im Anschluss sah ich mir alles an, was sie jemals gedreht hatte und merkte, dass sie perfekt war. Kurz nach unserem Treffen waren Marty und ich bei den Golden Globes und als wir sahen, wie Emily ihren Award (für Gideon’s Daughter) entgegennahm, sagte Marty: Das ist Queen Victoria!" Vallée war mit dieser Wahl sofort einverstanden. "Sie ist sehr talentiert, bringt Nuancen in ihrem Spiel mit, die uns mit ihren Charakteren verbinden und die Kamera liebt sie einfach." Blunt sieht sogar einige Gemeinsamkeiten zwischen ihrer Person und Victoria. "Wir wissen alle, was es heißt, ein Teenager zu sein, zu glauben, man wüsste schon alles und Jobs machen zu müssen, die einem über den Kopf wachsen. Mal ganz abgesehen von der ersten großen Liebe. Victoria war eine bemerkswerte und moderne Frau."
Einen "passenden" Albert zu finden, war schon etwas schwieriger, doch auch hier handelte es sich für King mit dem Briten Rupert Friend schnell um eine klare Angelegenheit. "Wir kannten Rupert aus Pride and Prejudice und er war kaum im Raum, als alles feststand. Ich bin mir sicher, dass er eines Tages ein großer Star sein wird."
Regisseur Vallée überzeugte nicht nur Friends Verständnis für die Rolle, sondern auch sein außerordentliches Engagement. "Er betrieb sehr viel Recherchearbeit, um Albert richtig wiedergeben zu können, den Akzent und sein Verhalten. Außerdem passt er einfach in diesen Film und hat eine gewisse romantische Ausstrahlung."
Auf seinen Einsatz bereitete sich Friend bestens vor: Er nahm Tanz- und Bogenunterricht, lernte Kalligraphieschreiben und arbeitete mit einem Stimmtrainer zusammen. "Ich achtete sehr auf eine korrekte Aussprache und auf die richtige Betonung. Wir wollten so viel von der deutschen Sprache wie möglich in den Film einbringen, da sich Victoria und Albert auf Deutsch unterhalten haben. Denn auch, wenn vielleicht nicht jedes einzelne Detail historisch korrekt ist, macht es doch Spaß, zu zeigen, wie es hätte sein können."
Der Rest der eindrucksvollen Besetzung hatte sich durch seine bisherigen Arbeiten mehr oder weniger selbst empfohlen und musste nur noch angefragt werden. Und egal ob Paul Bettany oder Miranda Richardson, Mark Strong oder Jim Broadbent – keiner der renommierten Charakterdarsteller musste sich lange bitten lassen.
YOUNG VICTORIA sollte jedoch nicht nur durch die berührende Geschichte und ein erstklassiges Zusammenspiel des Ensembles bestechen - auch was die optische Umsetzung anging, hatte Vallée klare Vorstellungen. So entschied man sich für den deutschen Kameramann Hagen Bogdanski. "Hagens Leistung bei Das Leben der Anderen war phänomenal, er brachte viel Eigenes, viel Originalität mit. Außerdem kommen im Film etliche deutsche Aspekte vor und wir hatten einige deutsche Schauspieler gecastet. Dass er Deutscher ist, fühlte sich genauso gut für mich an, wie sein ruhiges Wesen."
King hatte ursprünglich vor, in Osteuropa und Deutschland zu drehen, konnte aber nicht anders, als sich letzten Endes (trotz der höheren Kosten) für Großbritannien zu entscheiden. "Es bereichert den Film so sehr, dass wir all diese wunderschönen Orte einbezogen haben. Ich habe sie gesehen und dachte mir: Wie bitte kann man hier nicht filmen? Nicht nur, dass die Szenerie einfach hinreißend war, sie war auch viel authentischer, was man auf der Leinwand deutlich sehen kann."
Doch auch die Story selbst sollte möglichst realitätsnah erzählt werden. Daher bat man den Geschichtsexperten Alastair Bruce um Unterstützung bei Fragen der Etikette oder bei historischen Details, worüber insbesondere der Regisseur sehr dankbar war.
"Alastair war mir eine große Hilfe, da er mir eine Welt vermitteln konnte, die ich in keinster Weise kannte. Wie man lebte und wie man sich gab, das königliche Protokoll oder wie man sich kleidete – das alles war wichtig, um diese Welt lebendig werden zu lassen und um den Schauspielern die Möglichkeit zu geben, sich entsprechend zu verhalten. Es war notwendig, den Luxus und die Schönheit so exakt wie möglich nachzugestalten, um der Geschichte gerecht zu werden." Auch die Anwesenheit von Drehbuchautor Fellowes am Set nahm Co-Produzent O'Sullivan äußerst positiv wahr. "Julian und Alastair gingen sehr ehrlich mit uns um. Wir konnten nicht allzu viele Dinge verändern. Denn jedes Mal, wenn man in einem solchen Fall in die Ecke sah, stand dort einer der beiden und schüttelte den Kopf."
Für Vallée spielte neben den Bildern schon immer die Musik eine der wesentlichen Rollen – und das sollte nun nicht anders sein. Mit Ilan Eshkeri holte man deshalb einen ebenso mutigen wie talentierten Komponisten an Bord, der den gleichen Rock’n’Roll-Vibe ausstrahlte, den das gesamte Team transportieren wollte.
"Es gibt in YOUNG VICTORIA einige Szenen, die so sehr von der Musik getragen werden, dass man die historischen Umstände völlig vergisst", so O’Sullivan. "Die Kombination aus Jean-Marcs musikalischer Neigung und Jill Bilcocks Erfahrung durch Filme wie Moulin Rouge! ergaben eine spannende Mischung, die wirklich toll mit Ilans Score harmoniert. Der gesamte Film folgt dadurch einem bestimmten Tempo und Rhythmus. Gerade weil so viele Emotionen unterdrückt werden, ist das für die Geschichte besonders wichtig." Das letzte Teil des Musik-Puzzles steuerte schließlich Grammy-Gewinnerin Sinéad O’Connor mit ihrem Song "Only You" bei, einer von Herzen kommenden Ballade über das Glück, die große Liebe gefunden zu haben. "Das Lied passte einfach perfekt zur Aussage unseres Films", so O’Sullivan. "Dass man stets hoffnungsvoll sein sollte und dass Liebesgeschichten wie diese nicht nur im Märchen passieren können."
- Emily Blunt
als Queen Victoria - Rupert Friend
als Prinz Albert - Paul Bettany
als Lord Melbourne - Miranda Richardson
als Herzogin von Kent - Jim Broadbent
als König William - Thomas Kretschmann
als König Leopold - Mark Strong
als Sir John Conroy - Jeanette Hain
als Baroness Lehzen
Emily Blunt als Queen Victoria
Rupert Friend als Prinz Albert
Paul Bettany als Lord Melbourne
Miranda Richardson als Herzogin von Kent
Jim Broadbent als König William
Thomas Kretschmann als König Leopold
Mark Strong als Lord Conroy
Jeanette Hain als Baroness Lehzen
Jean-Marc Vallée Regie
Der aus dem kanadischen Montreal stammende Regisseur Jean-Marc Vallée sorgte bereits mit seinem beeindruckenden Debütfilm LISTE NOIRE ("Gabrielles schwarze Liste", 1995) für Furore. Der elegante Erotikthriller war der erste seines Genres in der Geschichte des Quebec-Kinos und wurde zudem für gleich neun Genie Awards nominiert. Als Vallée zehn Jahre später erneut auf Französisch drehte, konnte er an seinen ersten großen Erfolg anschließen: Sein hochgelobter Kinofilm C.R.A.Z.Y. ("C.R.A.Z.Y. – Verrücktes Leben", 2005), eine fast schon magische Ode an die Welt der Außenseiter, wurde in mehr als 50 Länder verkauft und gewann über 20 internationale Festivalpreise – darunter die prestigeträchtigen Auszeichnung als "Best Canadian Film" auf dem Toronto International Film Festival, elf Genie Awards, 15 Jutra Awards und den "Golden Reel Award", der an die erfolgreichste einheimische Produktion des jeweiligen Jahres vergeben wird.
Auch in Hollywood war Vallée bereits als Regisseur tätig. So drehte er LOS LOCOS (1997) sowie die Folge "Leave" der TV-Serie "Strangers" (1996). Auch die ersten beiden Elemente seiner Kurzfilm-Trilogie über die Beziehungen zwischen Vätern und Söhnen stellte er hier fertig. "Les Fleurs Magiques" (1995) und "Les Mots Magiques" (1998) brachten dem heute 46-Jährigen ebenfalls zahlreiche Ehrungen auf nationalen wie internationalen Filmfestivals ein.
Julian Fellowes Drehbuch
Der als Schauspieler, Schriftsteller, Regisseur und Produzent tätige Julian Fellowes studierte am Ampleforth College, am Magdalene College, in Cambridge und an der Webber Douglas Academy of Dramatic Art. Nach seinem endgültigen Abschluss machte er sich zunächst als vor der Kamera einen Namen, bis ihm das Drehbuch zu GOSFORD PARK (2001) zu seinem Durchbruch als Autor verhalf. Fellowes konnte sich nicht nur über den Oscar® in der Kategorie "Best Original Screenplay" freuen, er wurde zudem von der "Writer’s Guild of America", dem "New York Film Critics’ Circle" und der "National Society of Film Critics" geehrt.
Zu seinen weiteren Arbeiten als Drehbuchautor zählen VANITY FAIR ("Vanity Fair – Jahrmarkt der Eitelkeit", 2004), die auf P.G. Wodehouses gleichnamigem Roman basierende Komödie PICCADILLY JIM (2004) sowie die preisgekrönten Fernsehfilme "Little Lord Fauntleroy" (1995) und "The Prince and the Pauper" (1997). Außerdem zeichnete er für das Skript des für einen Tony Award nominierten Musicals "Mary Poppins" verantwortlich, das auf den beliebten Geschichten von P.L. Travers sowie dem Disney-Klassiker aus dem Jahr 1964 basierte. Auch als Schriftsteller konnte Fellowes bereits große Erfolge feiern: Gleich sein erster Roman "Snobs" wurde sowohl in Großbritannien, als auch in den USA ein Bestseller.
Graham King Produzent
Dem gebürtigen Briten Graham King gelang im Laufe seiner Karriere das Kunststück, sich als Produzent nicht nur für große Hollywood-Filme, sondern auch für kleinere Independent-Produktionen zu etablieren. Seinen bislang größten Erfolg feierte er mit dem Mafia-Thriller THE DEPARTED ("Departed – Unter Feinden", 2006), der ihm einen Oscar® in der Kategorie "Best Picture" einbrachte. Gemeinsam mit Regisseur Martin Scorsese hatte King zuvor bereits das Howard Hughes-Biopic THE AVIATOR ("Aviator", 2004) umgesetzt, für das er eine Oscar-Nominierung und einen BAFTA-Award in der Kategorie "Best Picture" erhielt. Im gleichen Jahr wurde er von der "Producers Guild of America" mit dem "Golden Laurel Award" als "Producer of the Year" geehrt.
Während seiner Zeit als Präsident und CEO der "Initial Entertainment Group" zeichnete King unter anderem als Produzent für den Coming-of-Age-Film THE DANGEROUS LIVES OF ALTAR BOYS (2002) mit Jodie Foster, Michael Manns Boxer-Biopic ALI (2001) mit Will Smith in der Titelrolle sowie Steven Soderberghs Oscar-prämiertes Ensemble-Drama TRAFFIC ("Traffic – Macht des Kartells", 2000). Für die auf dem Film basierende TV-Miniserie "Traffic" erhielt er eine Emmy-Nominierung in der Kategorie "Outstanding Miniseries".
Im Jahr 2007 gründete King mit seinem Geschäftspartner Tim Headington die unabhängige Produktionsfirma "GK Films" und entschied sich für YOUNG VICTORIA als erstes Projekt unter neuem Namen. In unterschiedlichen Entwicklungsstadien befinden sich außerdem Martin Campbells EDGE OF DARKNESS mit Mel Gibson in der Hauptrolle, THE TOURIST mit Angelina Jolie und Johnny Depp, RANGO von Gore Verbinski, THE TOWN nach einem Drehbuch und unter Regie von Ben Affleck, das Kriminaldrama LONDON BOULEVARD mit Colin Farrell und Keira Knightley sowie THE RUM DIARY mit Johnny Depp.
Martin Scorsese Produzent
Martin Scorsese wurde in "Little Italy" geboren, einem eher ärmlichen Viertel Manhattans, das ihm später als Inspirationsquelle für einige seiner Filme diente. Im Gegensatz zu vielen anderen Anwohnern schaffte der heute 67-Jährige allerdings den Absprung und machte 1966 seinen Master-Abschluss an der New Yorker "School of Film". Schon während dieser Zeit drehte er etliche preisgekrönte Kurzfilme. Nur wenig später stellte er mit WHO’S THAT KNOCKING AT MY DOOR? (1967) seinen ersten Kinofilm fertig. Durch den Erfolg der Mafia-Geschichte MEAN STREETS ("Hexenkessel", 1973) gelang Scorsese schließlich der Durchbruch als Regisseur.
Für sein packendes Psychogramm TAXI DRIVER (1976) wurde er bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes mit der begehrten "Palme d’Or" ausgezeichnet. Es folgten bei Kritikern und Publikum gleichermaßen anerkannte Werke wie NEW YORK, NEW YORK (1977), RAGING BULL ("Wie ein wilder Stier", 1980), THE LAST TEMPTATION OF CHRIST ("Die letzte Versuchung Christi", 1988), GOODFELLAS ("Good Fellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia", 1990), THE AGE OF INNOCENCE ("Zeiten der Unschuld", 1993), CASINO (1995), KUNDUN (1997), GANGS OF NEW YORK (2002), THE AVIATOR ("Aviator", 2004) und der Mafia-Thriller THE DEPARTED ("Departed – Unter Feinden", 2006), der mehrere Oscars® (unter anderem in den Kategorien "Best Picture" und "Best Director") gewann. Für Furore sorgte Scorsese außerdem mit der Konzertdokumentation SHINE A LIGHT, die den Touralltag der Kultband The Rolling Stones begleitet. Nach Robert De Niro scheint Leonardo DiCaprio momentan Scorseses in jeder Rolle favorisierter Hauptdarsteller zu sein: Für sein neuestes Projekt SHUTTER ISLAND arbeiteten die beiden bereits zum vierten Mal zusammen.
Dank seines außerordentliches Könnens als Filmemacher wurde Scorsese im Laufe seiner Karriere mit zahlreichen Preises geehrt. So durfte er unter anderem einen "Goldenen Löwen" bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig, den "AFI Lifetime Achievement Award", den "Directors Guild of America Lifetime Achievement Award" und die "Kennedy Center Honor" entgegennehmen. Neben seiner Tätigkeit als Regisseur ist er als Gründer und Vorsitzender der "The Film Foundation", einer gemeinnützigen Organisation zur Bewahrung der Filmgeschichte, sowie der "World Cinema Foundation", die sich der Erhaltung und Restaurierung vernachlässigter Filme verschrieben hat, aktiv.
Sarah Ferguson, Herzogin von York Produzentin
Die frühere Ehefrau des britischen Prinzen Andrew und äußerst vielseitig interessierte Sarah Ferguson, Herzogin von York, war sich als Autorin zweier historischer Bücher über das Leben von Queen Victoria bereits seit einiger Zeit sicher, dass gerade die frühen Jahre der jung inthronisierten Königin großartigen Stoff für einen Spielfilm liefern könnten. Sie setzte daher alles daran, um die Grundvoraussetzungen für eine Realisierung des ambitionierten Projekts zu schaffen.
Neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin arbeitet Ferguson erfolgreich als Fernsehmoderatorin und ist zudem ein gerngesehener Gast in Talkshows und Unterhaltungssendungen. Für die erfolgreichsten amerikanischen Morgennachrichten, die "NBC’s Today Show", steht die als Sonderkorrespondentin zur Verfügung, für CNNs "Larry King", ABCs "The View" sowie für TV-Specials auf ABC und FOX war sie als Gastkommentatorin tätig. In ihrer Heimat Großbritannien zeichnete Ferguson für diverse Fernsehdokumentationen für die Sender ITV und BBC sowie für ein spezielles Talk-Format für Sky Television verantwortlich. Außerdem tritt sie regelmäßig als Gast im "Radio 4 Today Program" und als Co-Moderatorin in der "Radio 2’s Steve Wright Show" in Erscheinung.
Hagen Bogdanski Kamera
Nachdem er bereits bei zahlreichen deutschen Fernsehproduktionen mitgewirkt hatte, gelang es Hagen Bogdanski mit der visuellen Umsetzung des preisgekrönten und Oscar-nominierten Stasi-Films DAS LEBEN DER ANDEREN von Florian Henckel von Donnersmark, sich auch international einen Namen zu machen. Für seine gelungene Kameraarbeit durfte er außerdem einen Lola-Award entgegennehmen.
Zu Bogdanskis weiteren Projekten zählen Christian Alvarts ANTIKÖRPER (2005), DER ALTE AFFE ANGST (2003) und DIE UNBERÜHRBARE (2000), beide von Oskar Roehler, Kai Wessels DAS JAHR DER ERSTEN KÜSSE (2002) sowie die Filme THE BEAVER mit Mel Gibson und CASE 39 mit Renee Zellweger, die noch in diesem Jahr anlaufen werden.
Patrice Vermette Szenenbild
Seit dem Beginn seiner Karriere gestaltete der kanadische Szenenbildner Patrice Vermette das Setdesign für knapp 500 TV-Werbefilme sowie für zahlreiche Musikvideos von Künstlern wie Metallica oder Shania Twain. Mit Regisseur Jean-Marc Vallée arbeitete er erstmals für dessen Kurzfilm "Les Mots Magiques" (1998) zusammen. Es folgte die Außenseiter-Geschichte C.R.A.Z.Y. ("C.R.A.Z.Y. – Verrücktes Leben", 2005), für die er einen Genie Award in der Kategorie "Best Achievement in Art Direction/Production Design" sowie einen Jutra Award in der Kategorie "Best Art Direction" gewann. Außerdem gehörte er zum Stab der Filme DEAD AWAKE ("Dead Awake – Der Tod schläft nie", 2001) und HIDDEN AGENDA (2001), beide von Marc S. Grenier, sowie von Kim Nugyens LA CITÉ (2009).
Jenny Shircore Maske
Die ursprünglich in Indien geborene Britin Jenny Shircore ist seit über 20 Jahren als Maskenbildnerin für internationale Filmproduktionen tätig, arbeitete bereits mit namhaften Regisseuren wie David Leland, Mike Figgis, Michael Apted, Stephen Frears, Shekhar Kapur, Neil Jordan oder Mira Nair zusammen. Ihren bislang größten Erfolg feierte sie mit ihrem Hair- und Make-Up-Design bei Shekhar Kapurs Geschichtsdrama ELIZABETH (1998), für das sie mit einem Oscar® und einem BAFTA-Award ausgezeichnet wurde.
Auch ihre weiteren Arbeiten lassen eine Vorliebe für opulente historische Stoffe erkennen: So zeichnete Shircore unter anderem für THE FOUR FEATHERS ("Die vier Federn", 2002) mit Heath Ledger und Kate Hudson, GIRL WITH A PEARL EARRING ("Das Mädchen mit dem Perlenohrring", 2003) mit Scarlett Johansson und Colin Firth, VANITY FAIR ("Vanity Fair – Jahrmarkt der Eitelkeit", 2004) mit Reese Witherspoon und das Sequel ELIZABETH: THE GOLDEN AGE ("Elizabeth – Das goldene Königreich", 2007) mit Cate Blanchett verantwortlich.
Außerdem gehörte sie zum Stab von THE LAND GIRLS ("Brombeerzeit", 1998) mit Catherine McCormack und Rachel Weisz, NOTTING HILL (1999) mit Hugh Grant und Julia Roberts, ENIGMA ("Enigma – Das Geheimnis", 2001) mit Kate Winslet, von Joel Schumachers THE PHANTOM OF THE OPERA ("Das Phantom der Oper", 2004), Stephen Frears' DIRTY PRETTY THINGS ("Kleine schmutzige Tricks", 2002) sowie MRS HENDERSON PRESENTS ("Lady Henderson präsentiert", 2005), Kenneth Branaghs AS YOU LIKE IT ("Wie es euch gefällt", 2006), Tom Vaughns STARTER FOR 10 (2006), Michael Apteds AMAZING GRACE (2006) und kürzlich von Iain Softleys INKHEART ("Tintenherz", 2008) mit Helen Mirren, Paul Bettany und Jim Broadbent.
Alastair Bruce Of Crionaich Historischer Berater
Als Kommentator für alle Themen, die das Königshaus, die Verfassung oder religiöse Fragen betreffen, gewährt Alastair Bruce den Zuschauern britischen Nachrichtenkanals Sky News nicht nur Einblick in aktuelle Ereignisse und Entwicklungen, er stellt die Geschehnisse stets in einen größeren historischen Zusammenhang. Sein Wissen um den geschichtlichen Hintergrund der Royal Family macht ihn außerdem zu einem begehrten Korrespondenten für andere nationale und internationale Fernsehsender wie etwa für FOX News, ABC und BBC.
Bei seiner Tätigkeit als Autor von Büchern wie "Days of Majesty", "Keepers of the Kingdom" oder "The Oldest" legt Bruce großen Wert darauf, die Vergangenheit und die englische Kultur auf packende Weise zu vermitteln. Durch diese Fähigkeit, Geschichte und Unterhaltung zu kombinieren, empfahl er sich schnell als Berater kleiner Produktionsfirmen bei der Vorbereitung von TV-Dokumentationen. Des Weiteren hielt er bereits zahlreiche Vorträge in Europa sowie in den USA, die sich mit der Historie des Britischen Empire, dem Stammbaum der königlichen Familie oder dem Vatikan beschäftigten.
Im Jahr 1998 ernannte ihn die britische Königin Elizabeth II zu einem ihrer "Officers of Arms" mit dem Zusatztitel "Fitzalan Pursuivant of Arms Extraordinary". Diese besondere Stellung bedeutet, dass Bruce mit dem heraldischen und zeremoniellen Erbe Großbritanniens sowie der königlichen Familie betraut ist. Er berät den Palast und die Regierung hinsichtlich nationaler Selbstdarstellung und wird dank seiner Kenntnisse der altertümlichen Riten und Bräuche zum gegebenen Zeitpunkt bei der Krönungszeremonie des nächsten Monarchen behilflich sein. Außerdem gehört er in Schottland seit 1990 zu den persönlichen Leibwächtern der Queen, die die "Royal Company of Archers" genannt werden.
Ilan Eshkeri Musik
Aufgewachsen in einer Künstlerfamilie beschäftigte sich das heute gefragte britische Talent Ilan Eshkeri schon in jungen Jahren eingehend mit Musik, spielte Geige und später Gitarre in verschiedenen Bands. Bereits während seines Musik- und Englischstudiums an der Leeds University half er dem Filmkomponisten Ed Shearmur und lernte so aus erster Hand die Techniken der anspruchsvollen Arbeit kennen. Nach seinem Abschluss war er für andere Komponisten (unter ihnen Michael Kamen und Hans Zimmer) tätig und begann bald, mit seinem begrenztem Budget eigene Projekte zu realisieren, wodurch er die Aufmersamkeit der Branche auf sich zog.
Als Kamen im Jahr 2001 überraschend verstarb, spielte Eshkeri eine wesentliche Rolle bei der Fertigstellung der Filmmusik für das computeranimierte Abenteuer BACK TO GAYA (2004). Sein Einsatz führte dazu, dass man ihm anbot, den Score für L4YER CAKE ("Layer Cake", 2004) unter der Regie von Matthew Vaughn zu verantworten. Ein wahrer Glücksgriff für Eshkeri: Der britische Gangster-Thriller mit Daniel Craig in der Hauptrolle wurde nicht nur ein großer Publikumserfolg, er brachte ihm auch eine Nominierung in der Kategorie "Discovery of the Year" bei den World Soundtrack Awards ein. In der Folge vertonte er zwei weitere Filme von Vaughn, die Fantasy-Geschichte STARDUST ("Der Sternwanderer", 2007) mit Robert De Niro und Michelle Pfeiffer sowie
Die Comic-Verfilmung KICK-ASS (2010), und komponierte außerdem die Filmmusik für Peter Webbers HANNIBAL RISING ("Hannibal Rising – Wie alles begann", 2007) und Nick Morans Regie-Debüt TELSTAR (2009) mit Con O'Neil und Kevin Spacey.
Doch Eshkeri machte sich nicht nur im Filmbusiness einen Namen. Seit einiger Zeit arbeitet er regelmäßig mit unterschiedlichen Musikern und Songwritern zusammen. So unterstützte er unter anderem Annie Lennox dabei, etliche ihrer Titel wie "Sweet Dreams" oder "Here Comes the Rain Again" für Orchester und Band neu zu arrangieren, und wirkte an David Gilmours erfolgreichem Soloalbum "On an Island" mit. Auch die internationale Hitsingle "Rule The World" von Take That stammt teilweise aus Eshkeris Feder.
Sandy Powell - Kostümbildnerin für Young Victoria
Seit ihrem Studium am Londoner "Central Saint Martins College of Art & Design", das sie aufgrund diverser Angebote vorzeitig und ohne Abschluss verließ, entwickelte sich die Kostümdesignerin Sandy Powell zu einer festen Größe in der internationalen Filmszene. So durfte sie sich neben dem Oscar® für YOUNG VICTORIA bereits über zwei Oscars® für Martin Scorseses THE AVIATOR ("Aviator", 2004) sowie John Maddens SHAKESPEARE IN LOVE (1998) freuen und kann zudem auf gleich fünf weitere Nominierungen für Stephen Frears' MRS. HENDERSON PRESENTS ("Lady Henderson präsentiert", 2005), Martin Scorseses GANGS OF NEW YORK (2002), Todd Haynes' VELVET GOLDMINE (1998), Iain Softleys THE WINGS OF THE DOVE ("Wings of the Dove – Die Flügel der Taube", 1997) sowie Sally Potters Roman-Adaption ORLANDO (1992) zurückblicken.
Bei den renommierten BAFTA-Awards wurde sie für VELVET GOLDMINE geehrt und war für weitere neun Preise nominiert, bei den Evening Standard Awards wurde sie sowohl für ORLANDO, als auch für EDWARD II. (1991) ausgezeichnet. Ihre Karriere begann Powell mit der Arbeit an Derek Jarmans CARAVAGGIO (1986), es folgten die Filme THE CRYING GAME (1992), INTERVIEW WITH THE VAMPIRE ("Interview mit einem Vampir", 1994), MICHAEL COLLINS (1996), THE BUTCHER BOY ("Der Schlächterjunge", 1998), HILARY AND JACKIE ("Hilary & Jackie", 1998), Neil Jordans THE END OF THE AFFAIR ("Das Ende einer Affäre", 1999), FAR FROM HEAVEN ("Dem Himmel so fern", 2002), SYLVIA (2003) mit Gwyneth Paltrow sowie THE OTHER BOLEYN GIRL ("Die Schwester der Königin", 2008) mit Scarlett Johansson und Natalie Portman. Nach THE AVIATOR, GANGS OF NEW YORK und THE DEPARTED ("Departed – Unter Feinden", 2006) stellt der Psycho-Thriller SHUTTER ISLAND bereits ihre vierte Zusammenarbeit mit Regisseur Martin Scorsese dar.
Das YOUNG VICTORIA Gewinnspiel
YOUNG VICTORIA wurde in drei Kategorien für den Oscar nominiert, Sandy Powell erhielt ihn in der Kategorie Bestes Kostüm. Wir freuen uns, dass ab sofort sieben der prächtigen Original-Kostüme aus YOUNG VICTORIA in einer in Deutschland einmaligen Ausstellung zu sehen sind:
AUSSTELLUNG
14. April - 01. Mai 2010
Im Kino der Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin
YOUNG VICTORIA läuft in Österreich und der Schweiz in folgenden Kinos :

Mit der Hauptrolle in Pawel Pawlikowskis mitreißender Romanze MY SUMMER OF LOVE (2004) erlangte die talentierte Britin Emily Blunt erstmals internationale Aufmerksamkeit. Ihre faszinierende Darstellung der ebenso privilegierten wie mysteriösen Tamsin, die zum Objekt der Faszination und Begierde für ein junges Mädchen aus der Arbeiterklasse wird, brachte ihr nicht nur viel Lob, sondern auch wichtige Filmpreise ein. So konnte sie sich über den "Most Promising Newcomer Award" bei den Evening Standard Film Awards und über eine Nominierung in der Kategorie "Bester Newcomer" bei den British Independent Film Awards freuen.

























